Mit einer eindrucksvollen Reaktion auf den missglückten Saisonauftakt hat die WTG Heckengäu II am zweiten Wettkampftag der Verbandsliga, am Samstag, den 21.02.2026, ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Beim ersten Auswärtsauftritt der Saison feierten die Heckengäuer in der Ebnetsporthalle in Wangen im Allgäu einen klaren 58:17‑Erfolg gegen die TG Wangen‑Eisenharz II und schoben sich damit auf Tabellenplatz zwei vor.

Schon beim Einturnen war zu spüren, dass die Gastgeber an diesem Samstag einen schweren Stand haben würden. Die neu formierte Wangener Mannschaft, entstanden aus der Integration der ehemaligen Kreisligariege, fand nur schwer in den Wettkampf. Die WTG dagegen präsentierte sich von Beginn an konzentriert und entschlossen – genau die Antwort, die nach der deutlichen 22:50‑Heimniederlage gegen den MTV Ludwigsburg II nötig war.

Den Grundstein legten die Gäste gleich am Boden. Mit sauber vorgetragenen Übungen und klaren Vorteilen in der Ausführung ließen die Heckengäuer nichts anbrennen. Besonders der 19‑jährige Tim Berger setzte mit einer starken E‑Note ein Ausrufezeichen und trug maßgeblich zum 11:0‑Gerätesieg bei. Ein Auftakt nach Maß, der früh für Ruhe im WTG‑Lager sorgte.
Am Pauschenpferd stemmten sich die Allgäuer zunächst gegen den drohenden Durchmarsch. Peter Knemeyer erkämpfte sich gegen Jakob Teiber ein wichtiges Unentschieden und hielt die Gastgeber damit in Schach. Dennoch ging auch dieses Gerät mit 7:4 an die Gäste, die ihre Führung weiter ausbauten.

An den Ringen unterstrich die WTG ihre mannschaftliche Geschlossenheit. Nick Ackermann und Julius Hottmann sammelten mit fünf beziehungsweise vier Scorepunkten zuverlässig Zähler, sodass der Gerätesieg mit 9:6 erneut an die Heckengäuer ging. Am Sprung wurde es anschließend ausgeglichener, doch Luis Weiß behielt im entscheidenden Duell die Nerven und sicherte seinem Team auch hier mit 6:4 die Punkte.



Spätestens am Barren war die Vorentscheidung gefallen. Yannick Kellenberger dominierte die Holmengasse, sammelte starke fünf Scorepunkte und führte die WTG zu einem deutlichen 14:3‑Gerätesieg. Am Reck wiederholte sich schließlich das Bild vom Boden: Die Gäste turnten souverän durch, während bei den Gastgebern die Fehlerquote stieg. Das erneute 11:0 besiegelte den klaren Gesamtsieg.

„Wir haben heute sehr sauber geturnt und hatten nur einen Sturz am Pauschenpferd“, bilanzierte Nick Ackermann zufrieden, der an diesem Nachmittag zum Top-Scorer avancierte. Eine Aussage, die den Auftritt der WTG treffend zusammenfasst: konzentriert, stabil und mit der nötigen Konsequenz an den entscheidenden Stellen.


Nach dem bitteren Auftakt ist dieser Erfolg mehr als nur ein Pflichtsieg. Die WTG II meldet sich eindrucksvoll zurück und verschafft sich in der ausgeglichenen Verbandsliga eine hervorragende Ausgangsposition. Am 14. März wartet beim Heimwettkampf in der Renninger Stadionsporthalle mit dem Turnteam Ostalb I der nächste Prüfstein – ein Gegner, der zuletzt mit einem überraschenden Unentschieden gegen Ludwigsburg aufhorchen ließ. Die Heckengäuer dürften diesen Termin nun mit breiter Brust angehen.

