WTG I (2. Bundesliga)

Rückblick 2021: Bestleistungen und Teilnahme am 2. Liga-Aufstiegsfinale

Nach der pandemiebedingten Annullierung der Premierensaison 2020 in der 3. Bundesliga war die Freude über den Start der Saison 2021 groß. „Die Entwicklung der Mannschaft in den letzten Monaten ist erfreulich, wenn man bedenkt, dass die Pandemie allen in den Knochen steckt“, beschreibt der sportliche Leiter der WTG Heckengäu, Wayne Jaeschky, die Ausgangslage.

Die Saison startete mit einem Heim-Sieg gegen den TV Bühl. Das Endergebnis fiel deutlicher aus, wie es während des Wettkampfes schien. Der zweite Wettkampf gegen die TSG Backnang fand auf Augenhöhe statt. Nur die bessere Taktik der WTG sicherte den Sieg. Am dritten Wettkampftag kam der TSV Grötzingen/Karlsruhe als Gast nach Renningen. Die WTG Heckengäu setzte sich klar durch. Durch den kurzfristigen Ausfall von vier Stammturnern und einem Verletzungsfall, war der positive Verlauf und das Endergebnis bei der TG Wangen/Eisenharz keineswegs von Anfang an sicher. In den entscheidenden Momenten bewies die WTG Nervenstärke und gewannen den Wettkampf. Der fünften Wettkampftag brachte einen weiteren Heim-Sieg gegen den TSV Unterföhring. Voller Vorfreude blickte das Team nun auf den Saisonhöhepunkt., die Begegnung mit dem bisher ebenfalls ungeschlagenen MTV Ludwigsburg. Die Barockstädter präsentierten in ihren Duellen immer wieder Übungen mit höherem Schwierigkeitsgrad als die Heimmannschaft und gewannen so das spannendste Aufeinandertreffen der Saison. Große Enttäuschung kam jedoch nicht auf, der zweite Tabellenplatz und die Teilnahme am Aufstiegsfinale sind ein super Erfolg.

Im Neu-Ulmer Stadtteil Pfuhl fand der Aufstiegswettkampf zur 2. Bundesliga statt. Der Gegner war der Nord-Staffel-Meister KTV Obere Lahn. Für die WTG begann der Wettkampf gut, trotzdem konnte sie sich nicht gegen die KTV durchsetzen. Somit gewann der Obere Lahn den Vergleich und stieg zusammen mit dem MTV Ludwigsburg direkt in die 2. Bundesliga auf. Doch der Aufstiegswettkampf war noch nicht vorüber. Die beiden Verlierer mussten nun die Plätze drei und vier untereinander austurnen. Was im Fußball ein Elfmeterschießen ist, heißt im Turnsport K.O.-Turnen. Nach zwei Duellen war jedoch klar: Die WTG Heckengäu würde in der 3.Bundesliga verbleiben. Auch wenn das Ergebnis des Aufstiegswettkampfes mit Platz vier auf den ersten Blick nicht nach einem Erfolg aussieht, ziehen das Trainerteam und Kapitän Ackermann dennoch eine sehr positive Bilanz. Mit 281,30 Wettkampfpunkten zeigte die WTG im Duell gegen die KTV Obere Lahn ihre bisher stärkste Saisonleistung. Auch die Taktik ging auf, da das Team beim Ergebnis nur fünf Scorepunkte weniger turnte als die KTV. In der Vorrunde hatte der KTV alle Wettkämpfe gewinnen können, jedoch keinen ihrer Gegner so nah heran gelassen.

UPDATE/Sommer 2022: Da die KTV Fulda ihre Mannschaft aus der 2. Bundesliga zurückgezogen hat, darf die WTG Heckengäu als Viertplatzierter des letztjährigen Aufstiegsfinales nachrücken. Mittlerweile konnten auch die terminlichen Hürden erfolgreich bewältigt werden. Für Wayne Jaeschky (sportlicher Leiter) steht fest, dass “dies die bisher größte Herausforderung” seit Bestehen der Gemeinschaftsriege sei. “Wir nehmen sie gerne an und werden unser Bestes geben, auch wenn die Konkurrenz zunächst übermächtig scheint”, so Jaeschky weiter.

Mannschaftskapitän:
Nick Ackermann

Turner:
Peter Knemeyer, Adrian Dudev, Jan Griesmeier, Philipp Lutz, Lovis Spiess, Niccolo Spiess, Manú Tschur, Nick Ackermann