Heimpleite für WTG-Turner in der STB-Liga

Die WTG Heckengäu II wollte am Samstagnachmittag, den 14.03.2026, vor heimischem Publikum gegen das Turnteam Ostalb I in der Stadionsporthalle in Renningen ein Zeichen setzen, am Ende stand jedoch eine 28:32‑Niederlage zu Buche. Nach einem vielversprechenden Beginn verlor die Mannschaft in der zweiten Wettkampfhälfte den Faden, sodass die Gäste die entscheidenden Scorepunkte mitnahmen.

Die WTG II hat trotz der Niederlage gute Stimmung. Foto: Georg Hrivatakis
Starke Leistung von Peter Knemeyer am Pauschenpferd.Foto: Georg Hrivatakis

Der Wettkampf begann holprig: Am Boden war nur Tim Berger in der Lage, Zählbares beizusteuern; seine Darbietung war die höchste Wertung auf Heckengäu‑Seite, reichte aber nicht, um das Gerät zu gewinnen. Am Pferd kämpfte sich die WTG zurück. Peter Knemeyer holte hier die einzigen Punkte, zwei Unentschieden und ein verlorener Scorepunkt im Duell von Kapitän Julius Hottmann reichten dennoch, um das Pferd knapp für sich zu entscheiden. An den Ringen folgte der stärkste Abschnitt der Heckengäuer. Nick Ackermann zeigte „die Übung seines Lebens“, gespickt mit anspruchsvollen Kraftteilen, und auch Max Eisele (drei Zähler), Julius Hottmann (zwei Zähler) und Tim Berger (vier Zähler) trugen zu einem deutlichen Signal bei, das die Gäste kurzzeitig in Bedrängnis brachte.

Zeigte Klasse an den Ringen: Max Eisele. Foto: Georg Hrivatakis
Kapitän Julius Hottmann beendete seine Ringeübung mit einem Schraubensalto. Foto: Georg Hrivatakis
Mit der Übung seines Lebens: Nick Ackermann. Foto: Georg Hrivatakis

Nach der Pause jedoch verlor die Mannschaft die Konzentration. Am Sprung blieb die WTG mit 4:10 deutlich hinter den Erwartungen, obwohl Luis Weiß mit einem gestreckten Tsukahara vier Zähler erzielte. Am Barren gelang kein Durchbruch; das Gerät ging mit 0:8 verloren und riss eine Lücke, die auch die kämpferische Schlussphase am Reck nicht mehr ganz schließen konnte. Die Gemeinschaftsriege mobilisierte noch einmal alle Kräfte und erkämpfte sich am Reck ein 9:8, doch dieses Aufbäumen reichte nur noch, das Endergebnis auf 28:32 zu stellen.

Luis Weiß wartete mit einem gestreckten Tsukahara am Sprung auf. Foto: Georg Hrivatakis
Youngster im Team: Tim Berger. Foto: Georg Hrivatakis
Yannick Kellenberger bei seiner Übung am Reck. Foto: Georg Hrivatakis

Kapitän Julius Hottmann fasste die Partie nüchtern zusammen: „Wir haben einen guten Auftakt hingelegt. Doch in der zweiten Hälfte sind wir vor allem von der Konzentration her eingebrochen, was der Gegner für sich nutzen konnte.“ Die Niederlage wirft die WTG II auf Platz fünf der Verbandsliga zurück und zeigt deutlich, woran in den kommenden Wochen gearbeitet werden muss: Konstanz über alle Geräte und höhere Schwierigkeitspunkte am Sprung und Barren, wenn man gegen die Spitzenteams bestehen will.

Nächster Prüfstein ist am 28. März der Auswärtswettkampf gegen den aktuellen Tabellenführer SV Dotternhausen. Dort wird sich zeigen, ob die Heckengäuer die Lehren aus diesem Heim-Wettkampf gezogen haben.

Bei der Siegerehrung. Foto: Georg Hrivatakis

Bezirksliga: Heckengäu III taumelt zum Saisonstart

Die WTG Heckengäu III hatte sich den Saisonauftakt in der Bezirksliga am Samstagmittag, den 14.03.2026, anders vorgestellt und musste vor heimischem Publikum eine deutliche 228,0 zu 261,3 Niederlage gegen die KTV Straubenhardt II hinnehmen. Die kurzfristige Umstellung in der Aufstellung durch den krankheitsbedingten Ausfall von Jannis Zengerling und die Hochmeldung von Mattis Krause aus der Kreisligamannschaft konnten die Lücke nicht schließen. Straubenhardt, das seinen ersten Wettkampf bereits klar gegen den SV Böblingen gewonnen hatte, zeigte in der Stadionsporthalle in Renningen von Beginn an die höhere Ausgangswertebasis und zog kontinuierlich davon.

Trotz drohender Niederlage herrschte gute Stimmung. Foto: Matthias Blasberg

Am Boden setzte Tim Abek ein Ausrufezeichen mit einer sauber geturnten Übung und einer sicheren Standlandung. Sein Auftritt blieb einer der wenigen Lichtblicke für die Heckengäuer. Insgesamt aber hatten die Gäste die stärkeren Kürwerte und entschieden das Gerät mit 47,85 zu 41,90 klar für sich. Am Pauschenpferd setzte sich dieses Bild fort. Unsichere Ausführungen und größere Abzüge bei mehreren Heckengäuer Kürteilen vergrößerten den Rückstand. Einzig Fabian Schlender blieb mit vergleichsweise geringen Abzügen einigermaßen im Rahmen, doch auch er konnte die Differenz nicht entscheidend verkürzen.

Mattis Krause wurde in die Bezirksliga hochgezogen. Foto: Matthias Blasberg

An den Ringen zeigte Micha Reutter eine sehr saubere Darbietung und wurde mit 10,6 Punkten belohnt. Seine Übung war ein Beispiel dafür, wie Präzision und Körperspannung honoriert werden. Dennoch reichte diese Leistung nicht, um die Gäste ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Straubenhardt baute den Vorsprung weiter aus, was auch auf die fehlende Tiefe in der Heckengäuer Aufstellung zurückzuführen war.

Joshua Berg im Winkelstütz an den Ringen. Foto: Matthias Blasberg
Hoch konzentriert vor den Ringen: Fabian Schlender. Foto: Matthias Blasberg

Der Sprung verlief ausgeglichener. Beide Teams lagen hier nahezu gleichauf und nur gut zwei Punkte trennten die Mannschaften. In diesem Abschnitt hätte die WTG III anknüpfen und Boden gutmachen können. Am Barren war es ähnlich knapp. Fabian Schlender zeigte auch dort die geringsten Abzüge und bewies, dass in der Mannschaft Qualitätsmomente stecken.

Am Reck mobilisierten Mattis Krause und Joshua Berg noch einmal alle Kräfte und zeigten Einsatz und Kampfgeist. Ihre Leistungen reichten jedoch nicht mehr, um das Blatt zu wenden. Die klare Differenz in den Ausgangswerten und die Folgen des kurzfristigen Ausfalls hatten den Wettkampf bereits entschieden.

Das Ergebnis des Duells gegen dei KTV Straubenhardt II muss nun verdaut werden. Foto: Matthias Blasberg
Die Teams bei der Siegerehrung. Foto: Matthias Blasberg

Das Ergebnis ist eine nüchterne Bestandsaufnahme. Platz fünf in der Bezirksliga ist nach dem Auftakt ernüchternd, aber kein endgültiges Urteil. Am 28. März wartet mit dem SV Dotternhausen II ein Gegner, der in der Tabelle ähnlich steht. Dort bietet sich die Gelegenheit, die Aufstellung zu stabilisieren, die Ausführungen zu säubern und die ersten Punkte der Saison einzufahren.

Kreisliga: WTG IV ringt, Fridingen punktet

Am Samstagmittag, den 14.03.2026, trat die WTG Heckengäu IV in Renningen zum letzten Kreisligawettkampf der Saison an. Vor heimischem Publikum in der Stadionsporthalle wollte die junge Riege die kurze Runde würdig abschließen, musste aber personell geschwächt antreten und unterlag dem TV Fridingen mit 219,75 zu 229,6 Punkten. Der Ausfall von Kapitän Julian Tröster nach einer Ellenbogenverletzung im Einturnen und die Hochmeldung von Mattis Krause in die Bezirksligamannschaft hinterließen Lücken, die an diesem Nachmittag nicht vollständig zu schließen waren.

Moritz Blasberg wird vom Team unterstützt. Foto: Matthias Blasberg

Am Sprung sorgte Matej Grigic mit einem gelungenen Überschlag für einen positiven Moment, doch die Fridinger profitierten von geringeren Abzügen und sicherten sich den Gerätesieg. Kolja Burkhardt präsentierte einen ansehnlichen Sprung und sammelte wichtige Punkte für die Heckengäuer, doch am Ende reichte es nicht, um den Rückstand zu verhindern. Am Barren zeigte sich die Erfahrung der Gäste, auf Heckengäu‑Seite turnte Levi Scheu eine starke Kür und wurde mit 9,9 Punkten belohnt. Seine Leistung trug maßgeblich zu den 36,05 Zählern bei, die den Gästen einen Vorsprung verschafften.

Mit guter Leistung am Barren schloss Lenn Rader ab. Foto: Matthias Blasberg

Am Reck gelang der WTG eine kleine Wende. Mit drei Wertungen über sieben Punkten und einer neuen Kür von Lenn Rader mit Riesenfelgen erkämpfte sich die Mannschaft einen hauchdünnen Gerätesieg. Auch der Boden verlief positiv. Tom Martin brillierte mit einer starken Kür und lieferte damit wichtige Zähler für die Mannschaft. An den Ringen zeigte Moritz Blasberg eine überzeugende Leistung und trug dazu bei, dass die Heckengäuer in mehreren Abschnitten Paroli bieten konnten.

Top am Reck: Kolja Burkhardt. Foto: Matthias Blasberg
Moritz Blasberg glänzte an den Ringen. Foto: Matthias Blasberg

Entscheidend war jedoch das Pauschenpferd. An diesem Zittergerät konnten nur Oliver Rupf, Moritz Blasberg und Lenn Rader einigermaßen mit den Gästen mithalten. Die Unterschiede in der Ausführung und in den Ausgangswerten waren zu groß, sodass Fridingen hier einen deutlichen Vorsprung herausarbeitete und den Wettkampf letztlich für sich entschied. Trotz der Niederlage ragte Oliver Rupf heraus. Mit insgesamt 60,15 Punkten wurde er bester Sechskämpfer des Nachmittags und zeigte, dass in der jungen Truppe Qualität steckt.

Letzte Instruktionen erhält Matej Grigic von Trainer Falk Engmann. Foto: Matthias Blasberg
Oliver Rupf avancierte zum Sechskämpfer des Tages. Foto: Matthias Blasberg

Die WTG IV verabschiedet sich damit von der Saison auf Platz drei der Kreisliga. Die Bilanz ist gemischt, doch der Kampfgeist und starke Einzelleistungen geben Anlass zur Zuversicht. Durch die personellen Engpässe werden einige Turner in die Bezirksliga hochgezogen, was den jungen Athleten die Chance bietet, sich zu beweisen und Wettkampferfahrung zu sammeln.

Freude über eine gelungene Übung. Foto: Matthias Blasberg
Das Team der WTG IV nach dem letzten Saisonwettkampf. Foto: Matthias Blasberg