Der erste Heimauftritt der neuen STB‑Liga‑Saison brachte für die WTG Heckengäu einen Nachmittag voller Kontraste. Während die Verbandsligariege am Samstag, den 07.02.2026 gegen den MTV Ludwigsburg II deutlich unterlag, fehlten der jungen Kreisliga‑Mannschaft am Ende nur Zehntel für einen erfolgreichen Start. Die Stadionsporthalle war gut gefüllt, die Stimmung erwartungsvoll – doch sportlich blieb der erhoffte Doppelerfolg aus.
Die WTG II ging mit einem erfahrenen und eingespielten Kader in den Wettkampf, doch die Gäste aus Ludwigsburg machten früh klar, dass sie an diesem Nachmittag wenig zu verschenken hatten. Zwar holten die Heckengäuer am Boden in zwei Duellen Zählbares, doch der MTV konterte mit höheren Ausgangswerten und gewann das Gerät knapp mit 7:5.
Am Pauschenpferd folgte der erste deutliche Bruch. Die WTG turnte solide, doch Ludwigsburg präsentierte sich stabiler und technisch sauberer. Das 2:12 war ein frühes Signal, wohin sich der Wettkampf entwickeln würde. Auch an den Ringen und am Sprung setzten die Gäste ihre Linie fort: hohe Schwierigkeit, wenig Wackler, klare Gerätesiege.

Erst am Barren gelang der WTG II ein Ausrufezeichen. Yannick Kellenberger turnte eine starke Übung (12,2 Punkte), und auch der Rest des Teams zeigte hier die nötige Ruhe. Doch am Reck zog Ludwigsburg noch einmal an und entschied auch dieses Gerät souverän für sich.

Trotz einzelner Glanzpunkte – Tim Berger mit 13,4 Punkten am Boden, Nick Ackermann mit 11,6 am Pferd, Max Eisele mit 12,1 an den Ringen und Kellenberger mit 11,35 am Reck – blieb der Gesamteindruck eindeutig. Mit 22:50 Scorepunkten ging der Sieg verdient an den MTV Ludwigsburg II.
„Wir wollten uns ordentlich präsentieren, und das haben wir in Teilen auch getan“, sagte sportlicher Leiter Nick Ackermann nach dem Wettkampf. „Aber Ludwigsburg war heute einfach stärker und konstanter.“
Kreisliga: WTG IV verliert um ein Zehntel
Parallel dazu lieferte die WTG IV einen Wettkampf, der an Spannung kaum zu überbieten war. Die junge Mannschaft, gespickt mit drei Debütanten, startete nervös und lag nach zwei Geräten schon einige Punkte zurück. Die WKG Villingendorf‑Rottweil II turnte routiniert, profitierte von sauberer Ausführung und baute sich ein komfortables Polster auf.
Doch ab Wettkampfmitte kippte die Dynamik. Am Pauschenpferd zeigte die WTG IV ihre stärkste Phase: Mattis Krause turnte eine souveräne Übung, auch seine Teamkollegen blieben stabil. Das Gerät ging klar an die Gastgeber. An den Ringen setzte sich der Trend fort – die Heckengäuer arbeiteten sich Punkt für Punkt heran.

Am Sprung sorgten Kolja Burkhardt und Oliver Rupf für die Höhepunkte des Tages. Beide zeigten einen sauberen Überschlag über den Tisch, wurden mit guten E‑Noten belohnt und hielten die WTG im Rennen. Vor dem letzten Gerät war der Rückstand fast egalisiert.

Die Entscheidung fiel schließlich mit der denkbar knappsten Differenz: 219,6 : 219,7. Ein Zehntel, das schmerzt – aber auch zeigt, welches Potenzial in dieser jungen Mannschaft steckt.
Ausblick
Für die WTG II geht es am 21. Februar auswärts bei der TG Wangen‑Eisenharz II weiter. Die WTG IV reist tags darauf zum TSV Haiterbach. Der nächste Heimwettkampf steht am 14. März an – dann greift auch die Bezirksligariege der WTG III erstmals ins Geschehen ein.
